
In diesem Segment stellt die Deutsche Bundesbank ein speziell auf Schülerinnen und Schüler zugeschnittenes Glossar mit wichtigen Begriffen insbesondere zu "Geld und Währung" zur Verfügung.
TARGET2 (Trans-European Automated Real-time Gross settlement Express Transfer system) ist ein Computersystem zur sicheren und schnellen Abwicklung des elektronischen Individual-Zahlungsverkehrs innerhalb der Europäischen Union. Es wird von den Banken hauptsächlich zur sekundenschnellen Überweisung von großen Beträgen genutzt. TARGET2 basiert auf einer einheitlichen technischen Plattform und gewährleistet den raschen Austausch von Zentralbankliquidität zwischen den nationalen Geldmärkten. Es bietet allen Teilnehmern bei nationalen wie grenzüberschreitenden Zahlungen harmonisierte Leistungen zu einheitlichen Preisen. Die Hauptrefinanzierungsgeschäfte des Eurosystems sind zwingend über TARGET2 abzuwickeln.
TARGET2-Securities (T2S) steht für ein Projekt des Eurosystems, eine neue harmonisierte und zentrale Wertpapierabwicklung in Zentralbankgeld anzubieten. Das Projekt trägt damit zur Schaffung eines effizienten, einheitlichen europäischen Kapitalmarkts bei. Die Bundesbank ist zusammen mit drei weiteren nationalen Zentralbanken im Eurosystem mit der Entwicklung beauftragt. Der offizielle Starttermin ist für September 2014 geplant.
Personengruppen, die Tarifverträge abschließen, in denen Löhne, Gehälter und die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer festgelegt werden. Zu den Tarifvertragsparteien zählen die Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände, aber auch einzelne Arbeitgeber.
Ein Tender ist ein standardisiertes Auktionsverfahren, mit dem die Zentralbank dem Markt Liquidität zuführt oder ihm entzieht. Die Geschäftsbanken geben im Rahmen von Tenderverfahren Gebote ab, auf dessen Grundlage die Zentralbank ihnen Liquidität zuteilt bzw. von ihnen Liquidität als Einlage akzeptiert. Standardtender werden innerhalb von drei Tagen angekündigt, zugeteilt und abgewickelt. Sie werden insbesondere für Haupt- und längerfristige Refinanzierungsgeschäfte verwendet. Schnelltender werden dagegen für Feinsteuerungsoperationen eingesetzt und innerhalb weniger Stunden durchgeführt.
Einlagen, die Geld- und Kreditinstituten von ihren Kunden oder von anderen Instituten für eine bestimmte Zeit gegen einen festen Zinssatz überlassen werden. Sie bringen dem Geldanleger in der Regel höhere Zinsen als normale Spareinlagen.
Als Termingeschäft bezeichnet man Geschäfte, bei denen der Vertragsabschluss und die Vertragserfüllung von Kauf bzw. Verkauf (z. B. Lieferung und Abnahme der Ware) zeitlich auseinander liegen. Finanzinstrumente, die nach diesem Prinzip funktionieren werden als Derivate bezeichnet. Termingeschäfte werden beispielweise verwendet, um sich gegen Wechselkursschwankungen abzusichern.
Der Transmissionsmechanismus beschreibt, wie sich die Änderung einer geldpolitischen Handlungsvariablen (z. B. des Leitzinses) auf ökonomische Variablen (wie Preisniveau, Produktion und Beschäftigung) überträgt. Die Transmission geldpolitischer Maßnahmen kann sich über unterschiedliche „Kanäle“ vollziehen, wobei sich manche Wirkungen sehr rasch einstellen können, andere hingegen viel Zeit benötigen. Art und Umfang der Wirkungen auf das Endziel sind häufig unsicher.
Anders als Universalbanken ist es Trennbanken verboten, gleichzeitig das Kredit- und das Wertpapiergeschäft zu betreiben. Ziel des in den USA bislang üblichen Trennbankensystems ist es, Interessenkonflikte der beiden Geschäftsfelder zu vermeiden.