
In diesem Segment stellt die Deutsche Bundesbank ein speziell auf Schülerinnen und Schüler zugeschnittenes Glossar mit wichtigen Begriffen insbesondere zu "Geld und Währung" zur Verfügung.
Regionale Spitzeninstitute der Sparkassenorganisation, die den regionalen Sparkassen als Zentralinstitute Bankdienstleistungen anbieten (Giroverkehr, Interbankkredit, Auslandsgeschäft). Sie führen auch Finanzgeschäfte für ihre Bundesländer durch.
Längerfristige Refinanzierungsgeschäfte gehören zum geldpolitischen Instrumentarium des Eurosystems. Sie dienen dazu, den Banken Liquidität über eine längere Laufzeit zur Verfügung zu stellen.
Vollmacht an den Gläubiger einer Geldbetragsforderung, diese bei Fälligkeit vom Konto des Zahlungspflichtigen abrufen zu lassen. Das Lastschriftverfahren ist vor allem bei regelmäßigen Zahlungen über unterschiedlich hohe Beträge sinnvoll.
Veräußerung von geliehenen Vermögenswerten, die nicht Eigentum des Verkäufers sind. Zu unterscheiden sind Transaktionen, die durch eine Wertpapierleihe unterlegt sind (Leerverkauf), von solchen, bei denen eine vergleichbare Absicherung fehlt (nackter oder ungedeckter Leerverkauf).
Die Leistungsbilanz ist Teil der Zahlungsbilanz. In ihr werden der grenzüberschreitende Warenhandel (Handelsbilanz), der grenzüberschreitende Dienstleistungsverkehr (Dienstleistungsbilanz), grenzüberschreitende Zahlungen aus Erwerbstätigkeit und Vermögen (Bilanz der Erwerbs- und Vermögenseinkommen) sowie laufende Übertragungen (Bilanz der laufenden Übertragungen) zusammengefasst. Ein Leistungsbilanzüberschuss bedeutet, dass die betreffende Volkswirtschaft mehr produziert als sie an eigenen und fremden Gütern verbraucht. Dadurch baut sie Auslandsvermögen auf. Bei einem Leistungsbilanzdefizit ist es umgekehrt.
Die Leitzinsen sind die von der Zentralbank festgelegten Zinssätze, zu denen sich die Geschäftsbanken bei der Zentralbank Liquidität beschaffen oder überschüssige Reserven anlegen können. Leitzinsen stellen das zentrale geldpolitische Instrumentarium dar, denn sie beeinflussen (bzw. „leiten“) maßgeblich die Zinsverhältnisse am Geldmarkt und darüber auch die allgemeine Zinsentwicklung. Eine Anhebung der Leitzinsen verschiebt in der Tendenz das gesamte Zinsniveau nach oben. Dies wiederum dämpft die Nachfrage der Wirtschaft nach Krediten und damit ganz allgemein die wirtschaftliche Aktivität. Über solch eine „restriktive Geldpolitik“ kann die Zentralbank einem inflationären Anstieg des Preisniveaus entgegenwirken. Wenn es die Erreichung des Zieles der Preisstabilität nicht beeinträchtigt, hat die Zentralbank Spielraum, ihre Leitzinsen zu senken. Wenn in der Folge dann auch die Zinsen auf dem Kapitalmarkt sinken, kann dies die gesamtwirtschaftliche Nachfrage und das Wirtschaftswachstum erhöhen. Als Leitzinsen im Eurosystem gelten die Zinssätze für die Refinanzierungsgeschäfte (insbesondere das Hauptrefinanzierungsgeschäft), für die Einlagefazilität und für die Spitzenrefinanzierungsfazilität.
Beschreibt die Funktion der Zentralbank durch die Bereitstellung von Zentralbankgeld, eventuelle Liquiditätsengpässe einer solventen Bank zu überbrücken. Damit kann verhindert werden, dass eine Liquiditätskrise auf andere Banken übergreift.
Unter Leverage-Effekt (Schuldenhebel) bezeichnet man den überproportional starken Einfluss des Fremdkapitals auf die Eigenkapitalrentabilität. Ist beispielsweise der Kreditzinssatz niedriger als die Verzinsung am Kapitalmarkt, kann mit dem aufgenommenen und wieder am Kapitalmarkt investierten Fremdkapital die Rentabilität des Investments erhöht werden (positiver Leverage-Effekt).
Akquisition etablierter Unternehmen oder Teilen von ihnen durch Private-Equity-Firmen, wobei der Kaufpreis zu einem großen Anteil mit Fremdkapital beglichen wird. Zins- und Tilgungszahlungen werden in der Regel aus dem zukünftigen Ertrag des übernommenen Unternehmens oder dem Verkauf von Unternehmensteilen finanziert.
Beschreibt die Funktion der Zentralbank durch die Bereitstellung von Zentralbankgeld, eventuelle Liquiditätsengpässe einer solventen Bank zu überbrücken. Damit kann verhindert werden, dass eine Liquiditätskrise auf andere Banken übergreift.
Beschreibt die Funktion der Zentralbank durch die Bereitstellung von Zentralbankgeld, eventuelle Liquiditätsengpässe einer solventen Bank zu überbrücken. Damit kann verhindert werden, dass eine Liquiditätskrise auf andere Banken übergreift.
Der 2007 unterschriebene und 2009 in Kraft getretene Lissabon-Vertrag setzt sich zusammen aus dem Vertrag über die Europäische Union (EU-Vertrag) und dem Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union (AEUV). Vorläufer des Vertrags von Lissabon waren u. a. der Vertrag von Maastricht (1992/1993), der Vertrag von Amsterdam (1997/1999) und der Vertrag von Nizza (2001/2003), die aus dem ursprünglichen EWG- bzw. EG-Vertrag hervorgegangen waren. Der Vertrag über die Europäische Union enthält u. a. Bestimmungen über die Organe der EU, wie das Europäische Parlament, den Europäischen Rat und den (Minister-)Rat der EU. Der Vertrag über die Arbeitsweise der EU enthält u. a. das Regelwerk für die Wirtschafts- und Währungspolitik.
Der Quotient aus Darlehensbetrag zur Finanzierung einer Immobilie im Verhältnis zum Beleihungswert des Objekts. => Beleihungsauslauf
War neben dem Diskontgeschäft das zweite Grundgeschäft einer Notenbank, die dafür gegen einen Zins (Lombardsatz) kurzfristige Kredite auf leicht verkäufliche Pfänder gewährt. Als Lombardpfänder eigneten sich früher nicht nur börsenfähige Wertpapiere, sondern auch Gold, Silber und andere Waren (Warenlombard).